Bundesnetzagentur

UWB (Ultra Wideband)

Im Überblick

UWB

Derzeit etabliert sich weltweit eine neuartige Funktechnologie mit der Bezeichnung „UWB“ (Ultra Wideband). Diese ist prädestiniert für Aufgaben in der Nahbereichs-Kommunikation und in der Sensorik. Das UWB-Verfahren basiert auf der drahtlosen Übertragung impulsförmiger Signale über Funkkanäle sehr hoher Bandbreite mit geringen Sendeleistungen (bis maximal 1 mW). UWB belegt Bandbreiten bis hin zu einigen GHz und ist damit um Größenordnungen breiter als zum Beispiel die von den Mobilfunkdiensten GSM und UMTS belegten Frequenzbänder.

Da mit zunehmender verfügbarer Bandbreite auch die Übertragungskapazität steigt, können künftige UWB-Systeme für Kommunikationszwecke Nutzbitraten bis hin zum GBit/s-Bereich bei Reichweiten von maximal etwa 10 m bereitstellen. Wegen der hohen Übertragungsgeschwindigkeiten dürfte UWB eine ernsthafte Konkurrenz zu bestehenden Kurzstrecken-Funksystemen, wie z. B. Bluetooth und NFC (Near Field Communication), darstellen. Andererseits kann UWB als Ergänzung der weiterreichenden WLAN gesehen werden, indem beispielsweise Multimedia-Endgeräte mittels UWB an das WLAN-Kernnetz angeschlossen werden.

Die Bundesnetzagentur in Deutschland Anfang 2008 die Allgemeinzulassung für die Nutzung von UWB-Geräten im Frequenzbereich von 30 MHz bis 10,6 GHz erteilt. Derzeit bereits verfügbare UWB-Nahbereichs-Radarsysteme nutzen den Frequenzbereich von 22,0 bis 26,6 GHz.

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen zu UWB.

 

Personenschutz

Im Vergleich zu Rundfunk- und Mobilfunksendern arbeiten die UWB-Sender mit um Größenordnungen geringeren Sendeleistungen (maximal 1 mW). Im Rahmen des Projektes "Bestimmung der Exposition durch Ultra Wideband Technologien" des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms wurden 2008 umfangreiche theoretische Betrachtungen und Messungen der durch UWB-Geräte zu erwartenden Expositionen unternommen. Der Abschlussbericht besagt, dass die ermittelten SAR-Werte um Größenordnungen, d. h. deutlich unterhalb eines Promilles, unterhalb der empfohlenen Grenzwerte liegen.

 

Stand: 25.08.2015

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