Bundesnetzagentur

Mobilfunk

Die Entwicklung der Mobilfunknetze in Deutschland

UMTS-Netz 3. Generation (3G)

Im Jahre 2004 begann in Deutschland der Betrieb der UMTS-Netze. Dieses digitale, auf Datenübertragung ausgerichtete Mobilfunknetz, unterstützt vornehmlich in Großstädten und Ballungsgebieten die bereits teilweise an ihre Kapazitätsgrenzen gekommenen D- und E-Netze. Im Vergleich mit dem D- und E-Netz lassen sich im UMTS-Netz merklich höhere Datenraten erzielen.

E-Netz – 2. Generation (2G)

Ebenfalls auf dem GSM-Standard beruhend wurde 1994 und 1998 jeweils ein weiteres Mobilfunknetz in Deutschland in Betrieb genommen. Diese beiden Netze werden hauptsächlich im Frequenzbereich 1800 MHz betrieben und als E-Netze bezeichnet. Bis auf die unterschiedlichen Frequenzbereiche (900 und 1800 MHz) unterscheiden sich die E- und D-Netze in Bezug auf die Funktionalitäten kaum. Mittlerweile sind nach Angaben der Mobilfunknetzbetreiber nahezu 110 Millionen Teilnehmer in allen Netzen registriert.

D-Netz – 2. Generation (2G)

Mit der Einführung der beiden D-Netze Mitte 1992 wurde der Mobilfunk digital und vor allem europäisch. Mittlerweile kann fast auf der ganzen Welt im D-Netzen telefoniert und Daten übertragen werden. Grundlage der zellularen digitalen D-Netze ist der GSM-Standard, der auf europäischer Ebene vereinbart wurde. In allen Ländern, in denen D-Netze aufgebaut wurden (mehr als 220 Staaten) sind aus technischen Gründen vergleichbare Netzstrukturen und damit auch vergleichbare Feldstärken von Funkanlagen vorhanden.

C-Netz – 1. Generation (1G)

Mit der Einführung des ebenfalls analogen C-Netzes waren die Teilnehmer im gesamten Bundesgebiet unter einer Rufnummer erreichbar. Im Gegensatz zu dem A- und B-Netz arbeitete das C-Netz im Frequenzbereich von 450 MHz. Das C-Netz wies wie bei den heutigen D-, E- und UMTS-Netzen bereits eine bundesweite zellulare Netzstruktur auf. Allerdings war die Teilnehmerzahl technisch sehr begrenzt.

B-Netz – 1. Generation (1G)

Im Jahre 1972 wurde das A-Netz durch das sogenannte B-Netz ersetzt. Dieses weiterentwickelte analoge Mobilfunknetz arbeitete ebenfalls im Frequenzbereich von 150 MHz. In diesem Netz war es erstmals möglich Verbindungen direkt aufzubauen.

A-Netz – 1. Generation (1G)

Mit dem sogenannten A-Netz wurde 1958 in Deutschland erstmals ein „alltagstaugliches“ Mobilfunknetz in Betrieb genommen. Damals musste die Gesprächsverbindung noch per Handvermittlung hergestellt und beendet werden. Das A-Netz war ein analoges Mobilfunknetz, das im Frequenzbereich 150 Megahertz (MHz) arbeitete.

Standorte von Mobilfunkanlagen

Die Planung und der Aufbau eines Mobilfunknetzes liegen, unter Beachtung der gültigen Rechtsvorschriften, in der Verantwortung des jeweiligen Mobilfunknetzbetreibers. Zur Standortbestimmung von ortsfesten Mobilfunkbasisstationen setzen die Betreiber computergestützte Verfahren ein, bei denen die topografischen Verhältnisse, die Bebauung und der Bewuchs sowie das erwartete Teilnehmeraufkommen für jede auszubildende Mobilfunkzelle (eine Mobilfunkzelle wird durch eine Basisstation gebildet) berücksichtigt werden.

Nicht jede neue benötigte Mobilfunkzelle (Mobilfunkstandort) führt zu einem separaten Funkanlagenstandort. Oftmals nutzen die Mobilfunknetzbetreiber gemeinsame Standorte. Die Bundesnetzagentur führt hierzu eine Statistik.

UMTS-Netz

 

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen zum Mobilfunk.

 

Stand: 25.08.2015

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