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LTE

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LTE

LTE (Long Term Evolution) ist eine neue Mobilfunktechnologie und Nachfolger von UMTS (Universal Mobile Telecommunications System). LTE wird dabei noch der 3. Mobilfunkgeneration zugeordnet und hat die chronologische Bezeichnung 3.9 G. Der Nachfolger von LTE, LTE Advanced, wird dann als 4. Generation (4 G) bezeichnet. Ähnlich wie bei den anderen Mobilfunkgenerationen sind zum Betrieb ein Netz aus Basisstationen, die eine bestimmte Fläche versorgen, sowie entsprechend kompatible Endgeräte notwendig. Anders als z.B. bei Funkrufanlagen oder Rundfunkanlagen ist LTE eine Vollduplex-Technik, d.h. Basisstationen und Endgeräte können gleichzeitig senden und empfangen.

Gegenüber UMTS (3 G) und den Datenbeschleunigern HSPA/HSPA+ (3.5 G, High Speed Packet Access) werden für LTE wesentlich höhere Datenraten spezifiziert. Bei LTE sollen maximale Downlink-Raten von 100 Mbit/s und maximale Uplink-Raten von 50 Mbit/s (jeweils bei einer Bandbreite von 20 MHz) erreicht werden. Unter Einsatz höherwertiger Modulationstechniken (64 QAM) und Mehrantennentechniken (4x4 MIMO) sind im Downlink theoretisch sogar Datenraten bis zu 326 Mbit/s und im Uplink bis zu 86 Mbit/s möglich. Somit ist die spektrale Effizienz wesentlich höher als bei UMTS. Damit wird die Hauptanwendung der neuen Technologie der mobile Breitbandzugang zu Telekommunikationsdiensten sein. Sprache wird als VoIP (Voice over IP) zwar möglich sein, tritt gegenüber den Datendiensten aber in den Hintergrund.

Ein großer Vorteil von UMTS liegt in den kleinen Latenzzeiten von etwa 10 ms. LTE ist optimiert für geringe Nutzergeschwindigkeiten bis zu 15 km/h; bis 120 km/h ist eine hohe Performance gesichert, d.h. hier dürfen nur minimale Leistungseinbußen auftreten.

LTE arbeitet mit W-CDMA Systemen, GSM- und Nicht-GSM-Systemen zusammen. Multimode-Endgeräte unterstützen den Hand-over zu und von diesen anderen Systemen. Ein herausragender Unterschied von LTE zu seinen Vorgängertechnologien ist, dass eine Anzahl von Funktionen, die bislang vom Kernnetzwerk bearbeitet wurden, in die Peripherie ausgelagert werden. Damit wird eine wesentlich "flachere" Netzwerkarchitektur erreicht und Latenzzeiten reduziert; die Daten können direkter zu ihrem Ziel "geroutet" werden. Diese Veränderung wird als SAE (System Architecture Evolution) bezeichnet.

LTE verfügt ausschließlich über eine paketorientierte Datenübertragung und wird deswegen auch als "All-IP Netz" bezeichnet, das heißt alle Dienste (z.B. Sprache und Daten) werden gemeinsam über eine Infrastruktur übertragen und können von jedem Benutzer zu jeder Zeit an jedem Ort abgerufen werden.

 

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Stand: 25.08.2015

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